
Carl Loewe
Komponist
geboren am 30. November 1796 in Löbejün
gestorben am 20. April 1869 in Kiel
Carl-Loewe-Musiktage 2008
Der Geschichtsverein
Unkel e.V. veranstaltet zum 14. Male die Carl Loewe-Musiktage in
Unkel mit vier Konzerten:
am Sonntag, dem 8. Juni 2008, 19:00 Uhr, Hotel Schulz - Vogtsgasse -
Unkel
am Sonntag, dem 15. Juni 2008, 19:00 Uhr, Burg Unkel - Kirchstr. 8 -
Unkel
am Sonntag, dem 22. Juni 2008, 19:00 Uhr, Palmenhaus - Fritz-Henkel-Str.
3 - Unkel
(Eintritt jeweils 15 Euro, SchülerInnen u. StudentInnen 7,50 Euro)
und einer Abendmusik am Samstag, dem 7. Juni 2008, 20:00 Uhr, mit freiem
Eintritt.
Programm und Interpreten für 2008:
7.
Juni 2008
20:00 Uhr
Kirche St. Pantaleon
Kirchstraße
Unkel |
Rahmenprogramm
(freier Eintritt)
Vorabendliches Kirchenkonzert
mit Musik von Carl Loewe |
8.
Juni 2008
19:00 Uhr
Hotel Schulz
Vogtsgasse
Unkel |
Eröffnungskonzert
Lieder und Balladen von Carl Loewe
mit Künstlern des Staatstheaters Braunschweig:
Franz H. Reichetseder (Bass), Andreja Schmeetz (Mezzosopran), Burkhard Bauche (Klavier). |
15.
Juni 2008
19:00 Uhr
Innenhof der
Unkeler Burg
Kirchstraße 8
Unkel |
Open Air
Serenadenkonzert
im Innenhof der Unkeler Burg
Quartette und Quintette von Carl Loewe
mit dem Bläserquintett Ensemble
Meridiane NRW. |
22.
Juni 2008
19:00 Uhr
Palmenhaus
Fritz-Henkel-Straße
Unkel |
Meisterkonzert
im Palmenhaus im Henkelpark
Werke von Carl Loewe, Beethoven und Chopin
mit Joanne Walter-Unkel (Oboe/Englischhorn), Marc Unkel (Klavier),
Konrad Beikircher (Moderation). |
| Kartenvorverkauf: |
Geschichtsverein Unkel e.V., Heide
Lorenz, Auf dem Rheinbüchel 3, 53572 Unkel, per E-Mail,
telefonisch unter 02224/6177, 02224/75916 und 02224/9602729 oder bei Photo Porst Florian
Schädlich, Frankfurter Straße 25, 53572 Unkel |
Veranstalter: |
Geschichtsverein
Unkel e.V. |
Die jährlichen Carl LoeweKonzerte des Geschichtsvereins Unkel e.
V. finden 2008 zum 14. Mal statt.
Der Verein beruft sich auf die Familie des Komponisten. Seine Frau lebte zusammen mit den
Töchtern und Enkelinnen nach seinem Tode in Unkel. Sie bemühten sich von hier aus, seine
Musik vor dem Vergessen zu bewahren.
In diesem Sinne gestaltet der Verein auch die Konzerte, um neben Bekanntem von Loewe auch
unbekannte Kompositionen zur Aufführung zu bringen und Verbindungen zur Musik
zeitgenössischer und späterer Komponisten aufzuzeigen.
Marc Unkel zu Carl Loewes Balladen:
Carl Loewe (1796-1869) hat zur Entwicklung der Ballade als musikalische Ausdrucksform
erheblich beigtragen. Durch seinen durchaus revolutionären Kompositionsstil hat er den
Charakter der Ballade mitgeprägt.
In seinen Balladen kommt die wahre Größe des Komponisten Carl Loewe zum Ausdruck, da er
innerhalb weniger Takte extreme Dynamikbezeichnungen (pp-fff) vorschreibt, die Interpreten
und Zuhörer gleichermaßen in polare Spannung versetzen. Die Balleden weisen auch eine
innere Gespanntheit auf, die durch den Wechsel von Dur und Moll musikalisch zum Ausdruck
kommt. Gerade in der berühmten Edward-Ballade lässt dieses harmonische
Klangbild die Spannung zwischen Seligkeit und Verzweiflung, Leben und Tod deutlich
erkennen. Die Gesangstimme hat rezitative Züge und verbindet koloraturartige Elemente der
Opernarie mit der romantischen Liedform, hingegen ist die Klavierstimme sehr eigenständig
und orchestral angelegt. Das Ergebnis ist eine sehr komplexe, kammermusikalische
Fantasie in Liedform für Gesang und Klavier. Bei genauerer Analyse der
harmonischen Strukturen der Balladen werden kühne Akkordverbindungen, Trugschlüsse und
verminderte Akkorde sichtbar; der Zuhörer unterliegt diesen
Klangschattierungen und empfindet sie nahezu greifbar.
Carl Loewe gelingt musikalisch Unglaubliches, die perfekte Symbiose von Lyrik und Musik in
Form einer fantasieartigen Ballade, die das Pulikum zu seiner Zeit, aber auch heute in
Spannung hält.
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